Was ist Silikatfarbe?

Zeitstrahl und Entwicklung der Mineralfarbe bis zur Silikatfarbe

Silikatfarbe war im Ursprung unter dem Begriff Mineralfarbe geläufig. Warum? Die Erklärung reicht bis weit in das Altertum der Alchimisten zurück, welche in der Zeit der Goldherstellung auch mit anmutend wohl klitzernden Perlen ihre nicht immer ungefährlichen Experimente machten. Doch es gelang bei der Verschmelzung unter extremer Hitze aus dem Gemisch aus Kaliumcarbonat (Pottasche) sowie Quarzsand, wunderbare Wasserglasperlen zu zaubern. Mit der weiteren Entwicklung und Industrialisierung wurden dann schnell erste Wasserglasscheiben als Fenster weiter entwickelt.

Bei den ersten belegten Versuchen und der Idee aus Wasserglas Farbe zu gewinnen, wurden leider die Malereien durch die damalige Verwendung von nicht verkieselungsfähiger Erdpigmente(wie zB. Grünerde, Umbra, gelber Ocker)wieder ausgewaschen. Erdpigmente werde noch heute aus farbiger Erde gewonnen.

Mineralfarbe hat schon im Wortlaut den Inhalt. Die Gewinnung von Pigmenten, welche zur Erklärung zum einen auf dem trockenem Weg (der Oxytation oder der Verschmelzung) bzw zum anderen der Gewinnung von anorganischem Material auf dem nassen Weg (der Fällung)stattfand, wurde immer erfolgreicher. Die daraus entstandene Mineralfarbe, wurde Ende des 18. Jahrhunderts von dem Naturforscher und Handwerker Adolf Wilhelm Keim patentiert.

reine Silikatfarbe außen

Weitere Entwicklungsstufen brachten dann die reine Silikatfarbe hervor. Diese hat in der Zusammensetzung die beigemischten Komponenten wie Pulverstoffe (Pigmente, Hilfs-und Füllstoffe) sowie Kaliwasserglas als Bindemittel(auch Fixativ genannt). Wenn das Wasser der reinen Silikatfarbe verdunstet, wird ein Chemischer Vorgang (Polymerisation) ausgelöst, in dem sich Kieselsäure zu Kieselgel verwandelt und sich eine dampfdurchlässige Vereinigung aus den Füllstoffen bildet. Zeitgleich wandelt sich durch das Kohlendioxid die Kalilauge zu neutralisiertem Kaliumcarbonat und wird dann ausgespült. Reine Silikatfarbe darf keine organischen Bestandteile zum Inhalt haben und ist es erforderlich die Zugabe der Fixative sowie die Farbpulver vor Ort zusammen zu führen. Der Grundanstrich wird mit zusätzlichem Fixativ (Kaliwasserglas-Bindemittel) verdünnt angemischt.

Durch die kapillaraktive Silikatfarbe, welche Wasser zB aus der Witterung aufnimmt, besteht auf kalten also zB auch verschatteten Wand- Putzflächen im Außenbereich eventuell die Gefahr der Ansiedlung von Mikroorganismen. Hier wird eine Hydrophobierung (Wasser abweisende Schicht aufbringen) als sehr wirksam empfohlen. Dagegen haben warme und sonnige Fassadenflächen haben mit diesem Problem keine Berührung, da diese schnell wieder trocken werden.

Reine Silikatfarbe sollte nur auf mineralische und zudem auch saugfähige Untergründe getrichen bzw aufgetragen werden.

Dispersions-Silikatfarbe außen

Dispersions-Silikatfarbe wurde ca in den 1960iger Jahren als weitere Entwicklungsstufe von Farben auf Silikatbasis erreicht. Mit diesem in der Entwicklung von Silikatfarben großen Schritt nach vorn und der damit verbundenen Erleichterung für alle Anwender(Handwerker), waren auch die Hersteller glücklich. Eine neue, die zweite Generation von Silikatfarbe hielt Einzug in viele Malerbetriebe. Der Vorteil war einfach eine leichtere und einfachere Verarbeitung(Anwendung)mit damit stark gesteigerter Sicherheit. Dispersions-Silikat Farbe durfte ab sofort mit der freigegebenen Zulassung der Hersteller auch auf dicht gestrichene Untergründe aufgetragen werden. Die durch die neue Rezeptur nicht mehr erforderlichen Einsätze der gelegentlichen Hydrophobierung von zB Kirchtürmen, war nicht mehr erforderlich. Es wurden gleich alle Mittel inklusive der bis max 5%igen Zugabe von Kunstharzemulsionen beigemischt, was auch eine gewollt erhöhte Haftung von Silikatfarbe an der Fassade bzw den Putzen mit sich brachte. Ein niedriger Feuchtehaushalt im inneren der Farbe gehörte auch zur Weiterentwicklung.

Sol-Silikatfarbe außen

Sol-Silikatfarbe wurde 2002 mit offenen Armen als nunmehr dritte Generation in der Weiterentwicklung von Silikatfarbe in die Gruppe der möglichen Fassadenfarben mit aufgenommen. Das in diese Farbe eingebaute noch nicht dagewesene Bindemittelprinzip hat eine große Vielfallt von Möglichkeiten in der Anwendung von Silikat-Fassadenfarbe mitgebracht. Die Neuerung war eine stabile Basis aus Kieselsol sowie Wasserglas als Bindemittel die sich mit mineralischen Untergründen verkieselt und dabei einen erhöhten Zusammenhalt welcher für eine nahezu perfekte Haftung an Beschichtungen auf der Basis eines organischen Kunststoffmittels ausdrückt. Kurz eine geniale Haftung auf nahezu allen üblichen Untergründen. Der Clou war auch ein unter 5% eingehaltener organischer Anteil. Somit hat auch Sol-Silikatfarbe die Anforderungen der DIN 18363 für Dispersionsfarben erfüllt.




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