Was ist Schimmel? – Biologie und Evolution -

Bei Schimmel handelt es sich um Pilze (lat. Fungi) zu denen auch Vielzeller wie Ständerpilze und die Schimmelpilze gezählt werden. Die Fortpflanzung von Pilzen erfolgt geschlechtlich oder auch ungeschlechtlich. Der Schimmelpilz und seine Verbreitung ist zusammengefasst oft wie folgt beschrieben:

  • Hyphen (auch entfernt Wurzel, sind verzweigte und mikroskopisch kleine Pilzfäden welche auch im Sporenträger mit nach oben verlaufen)
  • Myzel(organische Nahrung und Hyphen zusammen, ist also auch die Bündelung aller Hyphen)
  • Luftmyzel (wenn Hyphen außerhalb der organischen Nahrung weiter wachsen)
  • Sporenträger(Kommt aus dem Myzel heraus, wächst also aus dem Myzel)
  • Sporen (Diese wachsen auf dem Sporenträger in den Optiken als Gießkannenschimmel und dem Pinselschimmel. Sie dienen der Verbreitung, Vermehrung, Fortpflanzung)
  • Sporen Gießkannenschimmel (z.B. Aspergillus. Der Name Gießkannenschimmel wurde wegen seiner Optik welche den Ausdruck des Gartenhelfers im Einsatz hat vergeben)
  • Sporen Pinselschimmel (z.B. Penicillium. Der Name Pinselschimmel wurde wegen seiner Optik als Pinsel vergeben)
 

Verbreitung von Schimmelpilz: Hat sich eine Spore auf organischen Untergrund wie Plastik, Hausstaub, Holz, Leder, Tierkadaver, abgestorbene Pflanzen oder ähnlichen, abgelegt und kommen feuchte warme klimatische Bedingungen noch dazu, bilden sich zeitnah unter diesem Zusammentreffen die Hyphen in einer kreisförmigen und nach allen Richtungen strebend Form aus. In der Gesamtheit wird dies als Myzel beschrieben. In einer nächsten Wachstumsphase entstehen die Sporenträger mit den darauf für die weitere schnelle Verbreitung notwendigen Sporen. Je kälter und trockener die Lebensbedingungen für Schimmel sind, desto langsamer wächst er. Dabei sind im Allgemeinen die Lichtverhältnisse von geringer Bedeutung. Ebenso ist nicht jeder Schimmel auf Nahrungsmittel oder an Wänden gleich giftig!

Bsp. ungiftiger Schimmel-Pilz: An dem in Fachbüchern schon sehr oft erwähnten und bekannten Beispiel des Penicillium Schimmelpilzes sprechen Fachleute von einem für uns Menschen, sowie auch für die Tiere, sehr nützlichen ungiftigen Schimmelpilz. Er besitzt die Eigenschaft das Bakterienwachstum zu verlangsamen. Es wird beschrieben dass der Schimmelpilz Penicillium sein eigenproduziertes Gift, was für uns Menschen und Tieren in geregelter Dosis nicht schädlich ist, gegen seine Nahrungsmittelkonkurrenten einsetzt. Der Pilz Penicillium hat also auch bei der Entwicklung des Bakterienwachstums hemmenden Medikamentes Antibiotikum, durch sein Dasein mitgewirkt. Auch der Wissenschaft einen Dank von uns Menschen und den Tieren an dieser Stelle!

Bsp. ungiftiger Lebensmittel Schimmel-Pilze: Penicillium Camemberti / Wir alle kennen ihn und haben wenn wir diesen auch vertragen schon einmal rein gebissen! Die Rede ist von dem weißen Camembert-Schimmel.

Bsp. giftiger Lebensmittel Schimmel-Pilze: Aspergillus flavus in seiner wunderschönen gelben bis grünlichen Optik wird auch unter anderem in oder auf Nussfrüchten(wie Walnüssen, Cashewkerne, Pistazien, Erdnüsse, Haselnüsse, Mandeln) sowie auf Getreide gefunden. Die Vergiftung durch den Befall kann für uns Menschen und bei den Tieren allergische Krankheiten oder Reaktionen bis hin zum Versterben herbeiführen.

Schimmelpilze oder auch umgangssprachlich Schimmel genannt sind also Lebewesen welche die Forscher der Mikrobiologie zuweisen. Der Literatur und bildungssprachlich aus dem Bereich der Biologie entnommen, könnte auch die Erklärung für Evolution - die Entwicklung der Stammesgeschichte einer niederen zu einer höheren Form des Lebenden - sein. Der Schimmel oder auch Schimmelpilze haben sich Millionen von Jahren dem Klima auf der Erde angepasst, sich stetig weiterentwickelt und sind heuet ein Teil des täglichen Lebens für Mensch und Tier.

In seiner heutigen weltweit verbreiteten Form wächst der Schimmelpilz auf unserem blauen Planeten unter den Idealen Lebensbedingungen wie:

  • Nährboden (Luftpartikel wie Staub, Milben, organische Stoffe,....)
  • Feuchtigkeit (ca. über 70 %)
  • Temperatur (ca. -15 bis fast 80°C)
  • pH-Wert (ca. 3 bis 9)
 

In einer Pressemitteilung aus dem Jahr 2009 sollen Wissenschaftler das Max-Planck-Institutes für Chemie und des Geocycles-Programmes der Universitätsklinik in Mainz mehr als 100 Pilzarten in der Luft nachgewiesen haben, wovon der überwiegende Teil zu den Ständer- oder Schlauchpilzen gehört. Es wird davon ausgegangen das ein m³ Luft zwischen ca. 1.000 und ca. 10.000 schwebende Pilzsorten enthalten. Bereits bekannt sind heute ca. 100.000 Pilzarten. Der Teil krankheitserregender Schimmelpilze ist dabei relativ klein aber nicht zu unterschätzen!

Geschichtliche Beispiele für Schimmelvorkommen

  • Bleiben wir in unserer Zeitepoche und gehen in den Weltraum, so könnten wir meinen dass dort Schimmel nicht existieren könnte. Der Beweis für das Gegenteil kam von der russischen Raumstation Mir, welche 1986 bis zu ihrem kontrollierten Absturz 2001 um die Erde kreiste. Mehr als 240 verschiedene Mikroorganismen wurden in den für die Mannschaft eingeschränkten Lebensraum entdeckt. Ein Teil dieser Organismen fühlte sich in den Wasser-Tröpfchen oder auf organischen Oberflächen sehr wohl. An den Wänden von Raumstadion Mir wuchs der Schimmel in grüner Optik Penicillium chrysogenum (Gattung der Pinselschimmel). Auch wurde ein mutieren(sich weiter Entwickeln) einiger Schimmelpilze beobachtet. Es wird vermutet, dass die im Weltraum erhöhte Strahlung und die in der Station herrschende feuchtheiße Luft dienlich für das Entstehen dieser Mutationen war. Die Schimmelpilze belegten auf der Mir die Raumanzüge, setzten die Technik zum Teil immer wieder lahm, zerfraßen Plastikverbindungen, und trübten die Glasscheiben.
 
  • Der Legende folgend kamen seit der Öffnung der Ruhestätte des altägyptischen Pharao Tutanchamun im Tal der Könige im Jahr 1922 einigen beteiligten Personen auf mysteriöse Art ums Leben. In der bis dato unberührten Ruhestätte, wurden die geheimen Innenschriften, welche vor der Störung der Grabesruhe des Verstorbenen warnten, missachtet. In den Folgejahren wurde in dem Grab der giftige Schimmelpilz Aspergillus flavus(Optik grün bis gelblich) nachgewiesen. Es wird vermutet dass die Ägypter bereits damals schon Kenntnisse über diesen Pilz besaßen und ihn deshalb mit als Wächter der Ruhestätte beilegten. Dies wird aber auch aus der Vielzahl von Theorien welche den generellen Tod der beteiligten Graböffner auslöste, von dem Schwarzschimmelforscher Jon Pitt nahezu ausgeschlossen. In der Literatur liest man hierzu die Aussage: die gefundenen Sporen könnten nicht über einen so langenZeitraum von ca. 100 Jahren in einem so trockenem Raum überleben. Ein Befall der Menschen dort hätte nur über einen gewissen Zeitraum vor Ort stattfinden und wenn diese zusätzlich bereits schon krank waren.


Wie kommt es zur Schimmelbildung in der Wohnung?

- Lebensraum Schimmel / Lebensweise Schimmelpilz -

Schimmelpilzsporen werden immer wieder bei Messungen nachgewiesen, welche nach der Auswertung in koloniebildende Einheiten (KPE) pro m³ausgedrückt werden.

Das bedeutet also, dass uns die mikroskopisch kleinen Sporen welche den Schimmelpilz verteilen permanent bekleiden und wir Menschen und Tiere diese mit jedem Atemzug zu uns nehmen.

Kommt es zur Schimmelbildung im Haus oder Schimmel in der Wohnung, müssen aber auch die Bedingungen dafür geschaffen sein bzw. geschaffen wurden sein. Die Mikroorganismen (Schimmelpilze) brauchen um gut wachsen zu können z.B.:

  • Feuchtigkeit
  • Wärme
  • Sauerstoff
  • Sowie einen idealen organischen Nährboden wie z.B. Holz, Tapeten (Papier), Staub, Textilien, Teppiche, Erde und auch Lebensmittel. Ebenso ist Schimmelbildung auf Kunststoffoberflächen möglich (da Erdölhaltig gleich organisch ist)
 

Feuchte Wände/feuchte Wand oder feuchte Wandoberflächen in Wohnräumen können durch Tauwasserbildung in Folge von ungenügsamen oder falschen bzw. schlechten Lüften entstehen. Sie kann aber auch durch die Verwendung der falschen Baustoffe (innen oder außen) bei Neubau sowie Altbau (Sanierung/Modernisierung) hervorgerufen werden.

Die Bauphysik bietet hier z.B. das Glaserverfahren

  • (in Deutschland DIN 4108-3/Feuchtenachweis in Bauwerken)

was eine Möglichkeit zur Ermittlung der Schwachstellen in Bauwerken genutzt wird

  • (z.B. der Sättigungsdruck ist erreicht und überschreitet Grenzwerte, somit den Kondensationsbereich)

und vor allem in den Wintermonaten(der Kondensationsperiode)eine Tauwasserbildung in Häusern errechnen kann.

Man sollte wissen das die Luft welche wir einatmen immer Wasser in Form von Wasserdampf beinhaltet. Je wärmer es in unserer Wohnung wird, umso größer ist die Aufnahme von Wasserdampf in der Luft. Angaben erfolgen hier oft in kg/m³. Der Literatur zufolge wird dann auch über die relative Luftfeuchte (welche in Prozent angegeben wird) im Zusammenhang gesprochen und geschrieben. Kann die Luft kein Wasser mehr aufnehmen, spricht man von einer Sättigung der Luft.

  • (bei Nebel sind 100% relative Luftfeuchte ist erreicht / z.B. oft im Bad beim Duschen)

Erhöht sich an diesem Punkt die Luftfeuchte z.B. in Ihrer Wohnung weiter, kondensiert das Wasser und fängt an Wasser-Tröpfchen zu bilden. Kommt dieses Gemisch dann mit einer kalten Außenwand in Verbindung, bildet sich Kondensat auch Tauwasser genannt was die Umwandlung vom dampfförmigen in einen flüssigen Zustand bedeutet. Die Luftfeuchte auch in Räumen ist also der Anteil des Wasserdampfes am Gasgemisch auf unserer Erde. Dieser Punkt stellt an eine Haus (Altbau oder Neubau)vor allem in der heutigen Zeit enorme Ansprüche. Gefragt und dann auch geprüft werden die verarbeiteten Baustoffe in Immobilien welche eine Art Zwischenspeicher von hohen Luftfeuchten ausgleichen können. Das bedeutet in Spitzenzeiten Luftfeuchte in Innenräumen ohne Material- oder Bauschäden aufnehmen und in trockneren Zeiten wieder abgeben zu können.

Hinweis und Erklärung Hygrometer…………

Schimmel/Schimmelpilz in der Wohnung mit Raufasertapeten (organischer Nährboden für Schimmel) gemeldet. Meist ist es nur eine kleine Stelle mit Stockflecken denen keine größere Bedeutung gegeben wird. Wenn sich die umherfliegenden Sporen von den in unserer Umwelt nachgewiesenen Pilzarten sich aber dazu entschlossen haben einen Platz in ihrer Wohnung zu suchen, sind die bereits oben genannten Dinge wie:

  • Luftfeuchte dauerhaft über 65-70%
  • Temperatur ca. 22°C`
  • Organischer Nährboden

oft nicht mehr im Gleichgewicht.

Sind die Wandoberflächen also durch schlechtes oder falsches Lüften in den Wintermonaten an kalten den Hausaußenwänden-innen feucht und z.B. mit ist dies ein Brutplatz für Schimmelpilze. Kommt hier dann noch eine

Schimmel/Schimmelpilz an der Wand….

Schimmel/Schimmelpilz im Keller……




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