Lexikon
Hier sammeln wir für Sie die wichtigsten Bezeichnungen und Fragen unserer Kunden.
Lexikon: Buchstabe A
Abperleffekt (Lotus-Effekt)
Die Lotospflanze hat eine geringe Benetzbarkeit ihrer Oberfläche, daher stammt auch der Begriff "Lotuseffekt" bzw. "Lotoseffekt". Wenn ein Wassertropfen auf diese Oberfläche perlt, dann nimmt er dabei auch die Schmutzpartikel mit, die sich auf dieser befinden mit. Die komplexe mikro- und nanoskopische Architektur (minimiert die Haftung der Schmutzpartikeln) der Oberfläche ist dafür verantwortlich. In den 1970er Jahren wurde die Selbstreinigungsfähigkeit wasserabweisender mikro-nanostrukturierter Oberflächen entdeckt und seit den 1990er Jahren in biomimetisch-technische Produkte übertragen. Gekennzeichnet werden diese Produkte mit dem Markennamen Lotuseffekt.
Additive
Wird von dem lateinischem additivum abgeleitet, in der Übersetzung heißt es "hinzugeben, beiliegend". So werden auch Hilfsstoffe bzw. Zusatzstoffe, die Produkten in geringen Mengen zugegeben werden, um z.B. eine bestimmte Eigenschaft zu erreichen oder diese zu verbessern. So werden Additive eingesetzt um die Herstellung, Lagerung, Produkteigenschaften oder Verarbeitung von Produkten, während und nach der Gebrauchsphase, zu verbessern.
Alkydharze
Alkydharz ist ein stark hydrophobes und synthetisches Polymer, das aus der Kondensation von mehrwertigen Alkoholen mit mehrprotoniger Säure unter Zusatz von organischen Ölen und Fettsäuren (zur Eigenschaftenmodifizierung des Harzes) entsteht.
Aufrühren
Leider wird dem gründlichen Aufrühren von Lacken und Grundierungen viel zu oft zu wenig Bedeutung beigemessen. Während der Lagerung setzen sich in den Dosen die Bestandteile des Lackes in verschiedenen Schichten ab. Durch das Aufrühren werden die Schichten wieder homogen verteilt.
Lexikon: Buchstabe D
Dispersionsfarbe
Zähflüssige Anstriche werden als Dispersionsfarben bezeichnet, die aus einer chemischen Dispersion (meist Emulsion) aus Binde- und Lösungsmitteln, Zusatzstoffen und Farbmitteln (Pigmenten) bestehen. Meistens handelt es sich bei den flüssigen Anstrichen um Dispersionen. Umgangssprachlich werden damit die 10-Liter-Eimer Wandfarbe gemeint, wie sie aus dem Baumarkt bekannt sind. Bei diesen handelt es sich aber genau genommen um Kunstharzdispersionsanstriche.
Lexikon: Buchstabe F
Fogging
Als Magic-Dust oder Schwarzstaub wird der Fogging-Effekt (Schwarzverfärbung von Innenräumen) bezeichnet. Zur Winterzeit tritt der Effekt in Deutschen Wohnungen am häufigsten auf. In vielen Fällen ist die Ursache Thermophorese. Das Wort Fogging wird aus dem Englischen in Deutsche als Vernebelung übersetzt. So wird eine schon lange bekannt Thermophorese (in Fachbüchern ausführlich beschrieben als Aerosolphysik) neu bezeichnet. Meist betroffen sind Neubauten bzw. frisch renovierte Wohnungen. Die Erklärung vom Umweltbundesamt liegt darin, dass schwerflüchtige organische Stoffe, z.B. Weichmacher, aus Baustoffen und Einrichtungsgegenständen entweichen sich mit Staub- und Rußpartikeln zu einem schmierigen Film verbinden.
Lexikon: Buchstabe H
Haptik
Wird von dem griechischen haptikos abgeleitet, in der Übersetzung heißt es "greifbar". So bezeichnet man aktives Erfühlen von Konturen, Oberflächentexturen, Größe, Gewicht, usw. eines Objekts durch die Integration aller Sinne der Haut und der Tiefensensibilität als haptische Wahrnehmung. Alle haptischen Wahrnehmungen gestatten dem Gehirn mechanische Reize, Temperaturreize sowie Schmerz zu lokalisieren und zu bewerten. Als Haptik wird die Lehre von haptischen Wahrnehmungen bezeichnet.
Hydrophobierung, Hydrophobie
So wird die Eigenschaft von Oberflächen genannt, wenn diese Wasser abstoßen. Oberflächen, die von Wasser nicht benetzt werden können, bezeichnet man als hydrophob (wasserabweisend). Von einer solchen Oberfläche perlen Wassertropfen ab, es kommt auf die Größe der Wassertropfen an bzw. was für ein Gefälle die Oberfläche hat und wie groß die Hydrophobie ausgeprägt ist. Silane, (Poly-) Siloxane, Silikone und Fluorpolymere werden häufig benutzt, um hydrophobe (wasserabweisende) Oberflächen zu erzeugen (Hydrophobierung).
Lexikon: Buchstabe K
Korrosion
Wenn Metall durch Rost zerstört wird, dann nennt man das Korrosion. Um dies zu verhindern, benutzt man meist eine Lackierung für das Metall. In diesem Zusammenhang wurden viele Rostschutzgrundierungen entwickelt.
Lexikon: Buchstabe O
Oleophobieren
Um Textilien schmutz- und ölabweisend zu machen, bringt man Appreturflüssigkeiten (Flotten) darauf auf, auch Oleophobieren genannt. Bei z.B. Teppichen und Teppichböden wird dies durchgeführt, damit eventuell anhaftendes Öl oder Schmutz an Schuhen den Teppich nicht beschädigt. Das Aufsaugen des Öls der Fasern wird damit verhindert.
Lexikon: Buchstabe R
RAL
Die RAL-Farbsysteme des RAL-Instituts (im Ursprung Reichs-Ausschuß für Lieferbedingungen) sind Normungen für Farben. Die heute genannte Farbreihe mit vierstelligen Farbnummern "RAL-Classic" ist am bekanntesten. Diese umfasst seit ihrem Bestehen (1927) bis heute 210 Farben.
Lexikon: Buchstabe S
Siloxane
Ist die Mehrzahl von Silikon. Bezeichnet wird damit eine Gruppe synthetischer Polymere, bei denen Siliciumatome über Sauerstoffatome verknüpft sind. Molekülnetze bzw. -ketten können dabei auftreten. Durch Kohlenwasserstoffreste (meist Methylgruppen) werden die restlichen freien Valenzelektronen abgesättigt. Der englische Chemiker Frederic Stanley Kipping (1863 - 1949) führte Anfang des 20. Jahrhunderts die Bezeichnung hierfür ein. Die Begriffe Poly(organo)siloxane oder kurz Siloxane statt Silikone finden sich häufig in der wissenschaftlichen Literatur wieder.
Sinterschicht
Sinterschichten an Kalkputzoberflächen sind eine klare, harte Bindemittelhaut. Eine Sinterschicht entsteht an Putzoberflächen besonders durch übermäßige Glättevorgänge und der dadurch bedingten Bindemittelanreicherung. Sinterschichten müssen vor der Ausführung von Beschichtungsarbeiten unbedingt entfernt werden.
Lexikon: Buchstabe T
Thermophorese (auch: Thermodiffusion, Ludwig-Soret-Effekt)
Der Effekt in Gasen wird wie folgt erklärt: Luftmoleküle prasseln gleichmäßig im Mittel auf ein Staubteilchen von allen Seiten ein, statische Fluktuationen führen zur Brown´schen Bewegung jedoch ist die Bewegung statistisch und ungerichtet. Aber befindet sich das Teilchen in einem Temperaturgradienten, treffen auf der heißen Seite schnellere Moleküle auf als auf der kalten Seite. Das Teilchen erfährt in Richtung der kalten Seite also einen Nettoimpuls. Die Bewegung ist immernoch statistisch, aber über lange Zeiten bewegt sich das Teilchen in Richtung kalt.
Lexikon: Buchstabe V
Versiegelung
Wenn die Poren gefüllt werden und sich ein geschlossener Film darauf bildet, spricht man von einer Versiegelung. Für die Eigenschaft der Oberfläche ist dieser gebildete Film von nun an bestimmend, z.B. für den Glanz, die Haptik (wie fühlt es sich an?), die Rutschhemmung usw. Die Wasserdampfdiffusion wird verringert, aber nicht gänzlich verhindert wie bei einer Glasur. Durch eine Versiegelung wird meist auch eine Hydrophobierung erzielt und das Eindringen von Öl und Wasser verhindert.
Lexikon: Buchstabe W
Wasserdampfdiffusion
Das Wandern eines Stoffes durch einen anderen Stoff nennt man Diffusion. Wenn bei Bauwerken die wärmere Raumluft in den kälteren Außenbereich durch das Mauerwerk wandert, dann ist das eine Wasserdampfdiffusion. Grundsätzlich: Die Raumluft in unseren Wohnungen enthält immer einem bestimmten Anteil an Wasserdampf.
Weichmacher
Weichmachungsmitteil werden spröden Harzen (Duroplaste) und Plasten zugesetzt um diese geschmeidiger und elastischer im Gebrauch und der Verarbeitung zu machen. Sie können z.B. schwerflüchtige Ester, Weichharze, fette Öle oder auch Campher sein.
Die hier verwendeten Farben werden auf jedem Monitor anders dargestellt und sind nicht farbverbindlich.
Eine entgültige Farbtonwahl sollten Sie anhand der StoColor Farbtonmappe, Farbfächer und Farbtonfächer treffen!
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