Wie können veraltete Dämmsysteme erhalten bleiben?

Durch eine neue bauaufsichtliche Zulassung ist es jetzt möglich, bei der Sanierung bereits gedämmter Fassaden das bestehende Wärmedämmsystem weiter zu nutzen: Beim Aufdoppelungssystem dient die vorhandene Dämmung als Grundlage für das neue WDVS. Das spart den Rückbau, Arbeitszeit und Material.
Alte Wärmedämm-Verbundsysteme aus den 60er oder 70er Jahren sind aus heutiger Sicht zu dünn – und häufig hat der Zahn der Zeit bereits deutlich an den Systemen genagt. Eine Sanierung nach 30 Jahren oder mehr wird daher empfohlen. Als kosten- und zeitgünstige Methode etabliert sich dafür
die Aufdoppelung. Sie nutzt die bestehende Dämmschicht als Auflage für das neue Dämmsystem. Der Rückbau des alten Systems entfällt, zudem reichen relativ dünne Dämmplatten als neue Dämmschicht, da (auch) die alte Dämmung weiter vor Wärmeverlusten schützt. Diese Lösung ist bauaufsichtlich zugelassen.
Dipl.-Ing. Stephan Scholz stellt in seinem Artikel aus der Sto-Zeitschrift (Link zu PDF) die technischen Vorraussetzungen für die Anwendung des Verfahrens vor und beschreibt die Durchführung.
Dämmung auf Dämmung – jetzt erstmals mit bauaufsichtlicher Zulassung
Auch Wärmedämm-Verbundsysteme kommen in die Jahre. Künftig wird die Renovierung, Modernisierung und Optimierung bestehender Systeme stark an Bedeutung gewinnen. Mit dem bauaufsichtlich zugelassenen Aufdopplungs-Prinzip bietet Sto ein wirtschaftlich und bautechnisch sicheres Sanierungsverfahren. Sie sind langlebig und zuverlässig, wartungsarm und wirtschaftlich. Doch Jahrzehnte permanenter Bewitterung machen auch die besten Wärmedämm-Verbundsysteme reif für eine Auffrischung. Je nach Zustand, Verschleiß oder Schäden empfehlen sich dann partielle oder ganzflächige Überarbeitungen, wobei letztere die optisch besseren Ergebnisse bringen. Im einfachsten Fall lässt sich die Renovierung anstrichtechnisch durchführen, mitunter jedoch ist die Erneuerung der Putzschichten unumgänglich.
Aufdoppelung mit bauaufsichtlicher Zulassung
Spätestens dann sollte eine Möglichkeit in Betracht gezogen werden, für die Sto derzeit als einziger WDVS-Lieferant eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung vorweisen kann: die so genannte Aufdopplung. Dabei wird auf ein vorhandenes WDVS ein zweites montiert – das hört sich zunächst absurd an, bietet aber viele Vorteile. So wird dabei nicht nur die Wetterschale rundum erneuert, auch die energetische Seite erhält eine effektive Aufstockung.
Denn vor 30 Jahren sah die WDVS-Welt noch etwas anders aus: Damals waren Dämmstoffstärken von fünf Zentimetern Stand der Technik. In der Zwischenzeit jedoch sind die Anforderungen stark gestiegen, die Dämmplatten sind heute durchschnittlich doppelt so dick und leistungsfähiger. Hocheffiziente Niedrigst- oder Passivhäuser kommen gar auf mindestens 20 Zentimeter.
Denn vor 30 Jahren sah die WDVS-Welt noch etwas anders aus: Damals waren Dämmstoffstärken von fünf Zentimetern Stand der Technik. In der Zwischenzeit jedoch sind die Anforderungen stark gestiegen, die Dämmplatten sind heute durchschnittlich doppelt so dick und leistungsfähiger. Hocheffiziente Niedrigst- oder Passivhäuser kommen gar auf mindestens 20 Zentimeter.
Aufdoppelung rechnet sich
Die Aufdopplung macht also Sinn, weil sie das Gebäude wärmetechnisch auf heutige Standards hebt. Und das zu geringen Mehrkosten, denn zu dem ohnehin anfallenden Aufwand für Gerüst, Armierungs- und Deckputz kommen lediglich die neuen Dämmplatten, Fensterbänke und Anschlüsse hinzu.
Stellt man diesen die steigenden Energiekosten gegenüber, so rechnet sich die Aufdopplung allemal.
Weitere Informationen zum Sparen durch Wärmedämmung erhalten Sie hier:Stellt man diesen die steigenden Energiekosten gegenüber, so rechnet sich die Aufdopplung allemal.
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